Kieler Nachrichten / Holsteiner Courier / Segeberger Zeitung / Schaufenster / Uetersener Nachrichten
Mit den Wölfen geheultUnd ob sie heulten, die Huskies, als sie vor den Schlitten gespannt wurden, als am Mittwochabend die Eekholter Wolfsnacht eingeleitet wurde Die Wölfe gaben später nur zaghafte Laute von sich; aber schließlich war der Vollmond ja auch hinter Wolken verschwunden. Ohne Wolken (und ohne Regen) wäre es im Wildpark sicher noch angenehmer gewesen; am Verhalten der Wölfe hätte ein sichtbarer Vollmond aber kaum etwas geändert. Für das Heulen gibt es viele Gründe, erläuterte der Verhaltenstorscher Thomas Kappe den fast 400 Besuchern im Schein des Lagerfeuers; das Anheulen des Mondes ist dagegen nur Sage. Tatsächlich heulen die Tiere zur Revierabgrenzung, zur Kontaktaufnahme oder als Zeremonie zur Stärkung des Zusammenhalts der Gruppe. "Uns geht es vor allem darum, den Wolf ins rechte Licht zu rücken, betonte Eckhard Wiesenthal für den Wildpark Vor knapp fünf Jahren hatte Wildpark-Gründer Hans-Heinrich Hatlapa die Wölfe nach Eekholt geholt und sich seitdem immer wieder darum bemüht, das Bild vom ,,bösen Wolf" zu korrigieren, weil es nur bei anderer Einstellung der Menschen möglich sein wird, daß diese Tiere wieder in besiedelten Landschaften einen Lebensraum finden. Zumindest in Brandenburg sollen sich inzwischen wieder aus Polen eingewanderte Wölfe aufhalten. Als nach Schlittenvorführung und Vorträgen die Wölfe selbst im Scheinwerferlicht erscheinen, sind manche geradezu enttäuscht von den harmlosen Erscheinungen: ,,Wenn dir der jetzt im Dunkeln über den Weg laufen würde, würdest du den für einen Wolf halten? Der sieht doch aus wie ein Schäferhund", meint eine junge Frau. Während der Fütterung beantworten die Wildpark-Mitarbeiter zahllose Fragen vom Futter (Küken, Ziege oder Hirsch - möglichst alt) bis zur Gefährlichkeit (Wölfe würden niemals Menschen angreifen). Als dann ein (angeleinter) Hund zu den unter dem Beobachtungsstand sitzenden Kindern kommt, löst dies bei einem Mädchen einen ordentlichen Schreck aus: ,,Ich dachte, ein Wolf kommt hier rein." Als alles Licht erlischt und Wolfsgeheul vom Band erklingt, in das die Eekholter Wölfe nur zaghaft einstimmen, spürt man die Nähe der Raubtiere deutlicher, zumal in der Dunkelheit die Nase ihren Geruch viel stärker erfaßt. Und dann ist plötzlich ein lauteres Heulen zu hören, doch es sind wieder nur die Huskies, die den Wölfen von der Statur ähneln. Sonnabend und Sonntag beginnen die Wolfsnächte um 14 Uhr mit Diavorträgen und Ausstellungen, so daß die Besucher Zeit haben, die fünf Wölfe und einige der über 500 anderen Tiere im Wildpark bei Tageslicht zu beobachten. Gegen 19 Uhr werden die Wölfe gefüttert, und anschließend wird geheult - von wem auch immer. |
Eekholter WolfsnächteWer noch nicht weiß, wohin er am heutigen Mittwoch abend soll - als Outdoor-Alternative zum SPD-Wahlkampf mit Heide Simonis in der Papierfabrik winkt ein Wolf-Abend im Wildpark Eekholt unter dem Motto »Wölfe in der Vollmondnacht&laqno; (wenn sie denn auch in der Laune sind zu heulen...). Ab. 18 Uhr geht's los. Dirk Bis ping aus Schweden wird mit seinem Huskie- Schlittenhunden vor Ort sein, DipIom-Biologe Thomas Kappe aus Kiel wird in seinem Vortrag »Die Kindheitsgeschichte unserer Wölfe&laqno; über die Aufzucht der Eekholter Wölfe erzählen und auch »Persönliches&laqno; anmerken. Außerdem gibt's die Fütterung der Wölfe. Im Rahmen der »Eekholter Wolfsnächte&laqno;
geht's am Sonnabend/Sonntag, den 14./15. Februar weiterhin wölfisch
in Eekholt zu: Ab 14 Uhr sind mehrere Vorträge zu sehen und hören
(Zeitplan und Information am Eingang des Wildparks) -. Micha Dudek wird
von »Wölfen und Raben&laqno;, Thomas. Kappe über »Wölfe
- einmal anders&laqno;, Michael und Bettina Bannes-Grewe über »Hundepsychologie&laqno;
erzählen. 400 erlebten die Nacht der WölfeAm Mittwoch fanden sich punkt 18 Uhr mehr als 400 große und kleine Besucher zum Auftakt der Sonderveranstaltung "Wolfsnacht" ein. Ob als Raubtier gefürchtet oder als Sinnbild für Mütterlichkeit in vielen Sagen und Legenden verehrt: Das Verhältnis zwischen Mensch und Wolf spiegelte schon immer ein Wechselbad der Gefühle wider. Grund genug für den Diplombiologen Eckehard Wiesenthal samt dem Team der Umweltpädagogen im Wildpark Eekholt, über die "Wolfsnächte" interessierten Besuchern das wahre Wesen dieser Tiere einmal näher zu erläutern. Vor allem die kleinen Gäste konnten sich jedoch zunächst für neun Huskies begeistern, die es kaum erwarten konnten, vor einen Wagen gespannt zu werden. Mutige Besucher konnten dann in flotter "Schlittenfahrt" bei Dunkelheit einen ganz neuen Eindruck von der Naturerlebnisstätte einfangen. Andere zogen es lieber vor, sich gleich ans wärmende Lagerfeuer zu setzen, um sich von Thomas Kappe aus Kiel auf den Besuch bei den Wölfen einstimmen zu lassen. Der Diplombiologe berichtete über seine Aufzucht des Leitwolfes André, seiner Wölfin Olga und dem Onkel Juri, die dreijahrig am 13. August 1993 aus dem Institut für Haustierkunde der Universität Kiel nach Eekholt kamen. Am 16. Mai 1996 wurden die Welpen Lara und Taiga geboren. Thomas Kappe betonte die sensible, intelligente und hochsoziale Lebensweise der Wölfe, die über eine ausgeprägte Körpersprache verfügen. Durch die verschiedene Stellung der Ohren oder des Schwanzes werden zum Beispiel Imponierverhalten ebenso wie reine Demutsgebärden demonstriert. Folge: Bei der Aufrechterhaltung der Rangordnung innerhalb des Rudels verhindert die Körpersprache ernsthafte Verletzungen bei den Rangkämpfen. Im Anschluß an die erklärenden Worte zogen die Besucher zum ausgeleuchteten Gehege der Wölfe. Die zeigten sich jedoch von der Besuchermasse völlig unbeeindruckt. Ihnen war selbst zum Heulen nicht zumute. Erst als gegen Mitternacht nur noch wenige Besucher am Lagerfeuer saßen, konnte man das Geheule hören. Am Sonnabend, 14. Februar, und Sonntag, 15. Februar, stehen jeweils ab 14 Uhr die Fortsetzung der "Wolfsnächte" mit attraktiven Info-Veranstaltungen rund um den Stammvater aller Haushunde auf dem Programm. Die Kasse wird an beiden Tagen bis 23 Uhr geöffnet sein. |
Der volle Mond lockte nichtDas wahre Wesen des Wolfes - das wollten rund 400 kleine und große Besucher der »Wolfsnächte&laqno; im Wildpark Eekholt kennenlernen, die sich am vergangenen Mittwoch gegen 18 Uhr zu der 5onderveranstaltung ein fanden. Doch interessanter und vor allem näher zu betrachten waren erst einmal die Huskies, die mit Feuereifer in den Seilen zerrten. Am Lagerfeuer erzählte Diplom-Biologe Thomas Kappe spannend und lehrreich über die Aufzucht von »André&laqno;, dem Leitwolf, »Olga&laqno; und »Juri&laqno; sowie den Welpen »Lara&laqno; und »Taiga&laqno;, ihre Körpersprache, ihre Regeln für den Rudelfrieden, bevor dann alle erwartungsvoll zum Wolfsgehege zogen. Schließlich war Vollmondnacht - und alle hofften, die Wölfe würden heulen. Doch der Mond, soweit sichtbar, lockte das Rudel nicht Erst gegen Mitternacht ertönten ein paar »Heuler&laqno;. |
Heulen die Wölfe diesmal?3500 Besucher lockte der Wildpark Eekholt im letzten Jahr während seiner ,,Wolfsnächte" an. In diesem Jahr soll es eine Neuauflage geben. Am Mittwoch, 11. Februar, ist Vollmond, der die Wölfe zur Paarung lockt. Ab 18 Uhr wird es. m dieser Nacht Führungen zum Wolfsgehege geben. Im letzten Jahr taten die Tiere ihren Beobachtern jedoch nicht den Gefallen, zu heulen. Wenn sie auch diesmal stur bleiben, solle wenigstens vom Tonband das Wolfsheulen erklingen, erklärte Diplom-Biologe Eckhard Wiesenthal. Langeweile wird in dieser Nacht nicht aufkommen, dafür wird unter anderem auch ein Hundeschlitten sorgen, der durch den Park fahrt. Sollte kein Schnee liegen, werden die Kufen gegen Räder ausgetauscht. Das darauffolgende Wochenende wird auch ganz im Zeichen der Wölfe stehen. Am Sonnabend und Sonntag, 14. und 15. Februar, wird es verschiedene Veranstaltungen in der Wildparkschule zum Thema Wolf geben. Unter anderem wird Michael Grewe, der in Bad Bramstedt eine Hundeschule führt, einige Tips zum richtigen Umgang mit den Tieren geben. Auch an diesen Tagen wird wieder der Hundeschlitten durch den Park fahren. Ab 18 Uhr werden die Wölfe gefüttert und danach soll es auch noch ein Lagerfeuer geben. Der Park wird an diesen beiden Tagen bis 23 Uhr geöffnet sein. Faszination Wolf"Es ist Zeit, daß wir mit Vorurteilen dem Wolf gegenüber aufräumen", fordert Eckhard Wiesenthal, Geschäftsführer des Wildparks Eekholt. Gelegenheit, sich über das wahre Wesen des Isegrim aus der Fabel zu informieren, gab es in der Naturerlebnisstätte. Anlaß für die drei "Eekholter Wolfsnächte" war die Paarungszeit der Wölfe, in der sich das fünfköpfige Rudel des Parks momentan befindet. Während Leittier André, sein Bruder Juri, Wölfin Olga und deren 1996 geborene Welpen Lara und Taiga mit der Ranz beschäftigt waren, präsentierte der Wildpark ein umfangreiches Programm rund um den Wolf. "Getreu unserer Zielsetzung, Naturerlebnis und Aufklärung zu verbinden, haben wir unsere Veranstaltungen so ausgerichtet, daß sich für die Besucher interessante Anknüpfungspunkte zum Wolf ergeben", erläuterte Wiesenthal. In Vorträgen und Aktionen wurde Mythos und Faszination des Wolfes angesprochen, andererseits aber auch die Bedeutung des Wolfs als Stammvater des Haushundes herausgestellt. Eine gelungene Verbindung beider Anliegen stellte dabei die Fahrt von Musher (Hundeschlittenfahrer) Dirk Bisping dar. Noch bevor seine neun Huskies auf ihre Runde durch den Park gingen, wirkten sie durch ihr wie Kinderheulen klingendes Gejaule bereits als Zuschauermagnet. "Das Kläffen und Heulen ist ein Ausdruck der Vorfreude", erklärte Bisping. Entsprechend willig zogen die Huskies nach dem Einspannen den Rollwagen an, preschten über den freigehaltenen Rundweg und ließen so die Welt eines Jack London lebendig werden. An die Zeiten, in der die Hunde noch hauptsächlich Arbeitsaufgaben zu erfüllen hatten, erinnerte Tierarzt Egbert Kröner. Wer sich einen Hund anschaffe, müsse sich gut überlegen, ob er den genetisch angezüchteten Bedürfnissen seines Tieres entsprechen könne. ,,Wenn ein Hütehund als unausgelastetes Streicheltier gehalten wird, muß man sich nicht wundern, daß er anfing, im Park Jogger zu hetzen", appellierte der Tiermediziner an das Verantwortungsbewußtsein der Hundebesitzer, die sich am Lagerfeuer um ihn scharten. Auf die Folgen der veränderten Ansprüche der Menschen an die Vierbeiner ging auch Michael Grewe von der Hundeschule Bad Bramstedt ein. "Statt das Tier arbeiten zu lassen, suchen die Halter heute mehr das soziale Miteinander", sprach der Hundetrainer einen Umstand an, der vielfach falsche Erziehung zur Folge habe. Als Alternative dazu, die Hunde bei Fehlverhalten zu ermahnen, führte er mit Beagle Dalsy vor, wie ein Tier mittels Futter und bestimmten Geräuschen lernen kann. Mehr über das leben des Rudels konnten die Gäste am Abend von Thomas Kappe erfahren, der das Verhalten der Eekholter Wölfe über Jahre hinweg studiert hat. Nachdem Handlungen, Signale und Rangordnung fachkundig durch den Kieler Biologen erläutert worden waren, bot die Fütterung die Möglichkeit, das theoretische Wissen auf die Praxis anzuwenden. Interesse und Respekt sei im Verhältnis Mensch -Wolf angebracht, betonte Parkpädagogin Ute Kröger. Für die Handvoll eingewanderter Wölfe, die seit 1993 in Brandenburg leben, fordert sie einen "Wolfmanagementplan", der die Interessen von landwirten, Naturschützern und Tourismus koordinieren soll. Das von den Besuchern sehnsüchtig erwartete Heulen ließen André und Co. während der Vorführungen nicht ertönen, sondern erst spät nachts, als kein Mensch sie mehr störte. |
Wölfe bei VollmondDer Wildpark Eekholt in Großenaspe bei Bad Segeberg lädt zu einem besonderen Naturschauspiel ein: ,,Wölfe in der Vollmondnacht und Eekholter Wolfsnächte". Diese Sonderveranstaltungen zu normalen Eintrittspreisen sind am Mittwoch, dem 11. Februar, um 18 Uhr sowie am Sonnabend und Sonntag, dem 14. und 15. Februar, ab 14 Uhr. Die Vollmondnächte der Wölfe im Februar verbergen noch viele Geheimnisse. Es ist in erster Linie jedoch ein Paarungszeremoniell das den Wolf in dieser Zeit ins Rampenlicht setzt. Zu der neuen Veranstaltung ,,Eekholter Wölfsnächte" bieten zahlreiche Informationszentren Wissenswertes über Wolf und Mund. Fachleute berichten von ihren Erfahrungen mit unserem Freund und Feind. Am 14. und 15. Februar ist die Kasse des Wildparks bis 23 Uhr geöffnet. |