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Drei Tage voller Spannung und Erlebnisse
waren für uns die Eekholter Wolfsnächte 1998. Mit einem Rahmenprogramm,
daß weit mehr bot als umfangreiche Informationen am Wolfsgehege. Das
erste Treffen begann im Scheinwerferlicht der Fernsehkameras und jeder fragte
sich wohl, ob die Wölfe denn auch heulen würden. Für Wolfsfreunde
wohl eher unwichtig, sind dennoch wohl viele Besucher nur deshalb in den
Wildpark gekommen. Am Lagerfeuer gab es Würstchen, Geschichten über
Wölfe und am Rande des Geschehens warteten die Huskys ungeduldig auf
ihre wohlverdiente "Schlittenfahrt" durch den Park.
Im Pavillon gab es Fachbücher über
Wölfe und Kleinigkeiten für die Kinder. Auch Informationen über
unsere Internetseite und den Kindermalwettbewerb lagen aus.
Am Wildgehege erleuchteten Scheinwerfer
den Platz, wo die Besucher das Heulen der Wölfe bestaunen sollten.
Während der Fütterung konnten Fragen gestellt und das Futterverhalten
beobachtet werden. Die Kälte der Nacht war vergessen. Zu spannend war
das Verhalten der Wölfe in der Ranzzeit. Unterwürfigkeit der Rudelniederen
Tiere und die Demonstration der Überlegenheit der Alphatiere. Dann
wieder einträchtiges Beieinander.
Eckhard Wiesenhal als Wildparkleiter und
verantwortlich für die Tiere und Ute Kröger als Leiterin der Wildparkschule
gaben ihr bestes - aber die Wölfe wollten nicht heulen. So dachten
alle. Als aber die Besucher den Abend am Lagerfeuer ausklingen ließen,
stimmtem die Wölfe ihr Geheul an - leder zu spät für die
Damen und Herren der Presse, die schon abgereist waren.
Und so war es jeden Tag. Warum sollten
die Wölfe auch, wie Zirkustiere, auf Kommando das tun, was der Mensch
gern hätte...
Das Wochende beschlossen wir ganztägig
im Wildpark zu verbringen. Schließlich gab es interessante Vorträge
und viele Besucher, die sich ebenfalls für die Wölfe interessierten.
So ergab sich manches Gespräch mit Referenten und Besuchern. Und jeden
Abend dasselbe Erlebnis am Lagerfeuer. Die Scheinwerfer am Gehege waren
lange aus und ein Rest Besucher hatten die Gelegenheit, dem Heulen der Wölfe
zu lauschen. Man hatte das Gefühl, ein wenig Ehrfurcht vor dem einstigen
König unserer Wölfe war zu spüren.
Sowohl Hunde- als auch Wolfsfreunde
kamen bei den diesjährigen Wolfsnächten wieder voll auf ihre Kosten.
Bleibt zu hoffen, daß solche Veranstaltungen dazu beitragen, ein besseres
Verständnis für den Wolf zu entwickeln. Nur so wird eines Tages
das Heulen wilder Wölfe zu hören sein und vielleicht erneut den
Funken Ehrfurcht in uns wecken, der uns das fehlende Verständnis für
die Wölfe zurückgibt.
Für uns ist eines aber ganz gewiß:
Nächstes Jahr sind wir wieder dabei.

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